Velbert. Eine Musikgruppe, die 40 Jahre lang zusammenbleibt, erfolgreich musiziert und jedes Jahr ein eigenes Motto-Programm kreiert. Das ist in der heutigen Zeit etwas ganz Besonderes! Mindestens ein Ensemble hat das geschafft: Die Bergischen Salonlöwen. Dieses Mal heißt das Motto „Tanzen möcht´ ich“ nach dem berühmten Walzer aus Emmerich Kálmáns Operetten-Welterfolg „Die Csardasfürstin“ von 1915. Die Premiere findet am Freitag, 20. November, 19 Uhr im historischen Bürgerhaus Langenberg, Velbert, statt. Tickets gibt es im Vorverkauf unter neanderticket.de. Die Besucher werden zur Musik unter anderem von Ludwig van Beethoven, Paul Lincke, Emmerich Kálmán, Gerhard Winkler, Werner Richard Heymann, Eduard Künneke und Dmitri Schostakowitsch eingeladen. Evergreens wie „Capri-Fischer“, „Eine Nacht in Monte Carlo“, „Herrreinspaziert!“, „Tanzen möcht´ ich“, „La Cumparsita“ und „Ich bin nur ein armer Wandergesell“ erklingen – also Walzer, Tango, Foxtrott, Menuett, Tarantella, Paso Doble und viele weitere Tanzformen. DIE BERGISCHEN SALONLÖWEN Das Ensemble für Wiener Kaffeehaus- und Salonorchestermusik wurde 1987 gegründet in der „klassischen Wiener Besetzung“: Stehgeige, Obligatgeige, Cello, Kontrabass, Flöte, Klarinette und Piano. Ziel: Die zwischen Mitte des 19. und Mitte des 20. Jahrhunderts äußerst populäre Kaffeehaus-Musik, die inzwischen in Vergessenheit zu geraten drohte, wieder aufleben zu lassen. Altes Notenmaterial wurde in Archiven, bei Musikverlagen und bei Musikern gefunden und für die Konzerte aufbereitet. Seither musizieren DIE BERGISCHEN SALONLÖWEN bei Kaffee und Kuchen, auf Hochzeiten, zu Geburtstagen, Jubiläen und Ausstellungseröffnungen. Unverwechselbarer Stil Zu der jahrzehntelangen Erfolgsgeschichte hat auch der unverwechselbare Vortragsstil beigetragen: DIE BERGISCHEN SALONLÖWEN bringen jedes Jahr ein neues, themenbezogenes Programm heraus, das die Musik in der damaligen Zeit mit ihren Komponisten, Musikern und Sängern einem größeren Konzertpublikum in Wort und Bild näherbringt. Die „treibenden Kräfte“ bei dieser Konzeption sind die beiden Velberter Persönlichkeiten Karlheinz Seidel, der das Ensemble als Stehgeiger musikalisch führt, und Prof. Dr. Horst Degen, der für Organisation und Moderation verantwortlich zeichnet und jahrzehntelang den Kontrabass spielte. So kamen erfolgreiche Programme bei – oft ausverkauften – Konzerten zustande, die ihre Premiere bis heute regelmäßig im Bürgerhaus Velbert-Langenberg erleben. Nur während dieses renoviert wurde, wich man ins Forum Niederberg aus. Heiko S. Goebel Eine Besonderheit der BERGISCHEN SALONLÖWEN ist es auch, dass sie den Texten berühmter Opern- und Operetten-Arien, Liedern und Schlager Raum geben, damit die Kaffeehausmusik nicht nur „im Hintergrund“ bleibt. Seit Ende der 1980er Jahre ist dafür der Haaner Tenor Heiko S. Goebel zuständig, der seine klassische Gesangsausbildung in den 1980er Jahren an der Musikhochschule Köln bei Ellen Bosenius und Josef Metternich absolvierte und danach auf zahlreichen Bühnen in Deutschland, Österreich und Frankreich sowie in Radio und Fernsehen (z.B. im ZDF) auftrat. Später wechselte er aus persönlichen Gründen den Hauptberuf, gibt aber bis heute zahlreiche Konzerte – darunter bei über 20 Programmen der BERGISCHEN SALONLÖWEN. Erfolgreiche Programme In dieser Konstellation entwickelten DIE BERGISCHEN SALONLÖWEN viele erfolgreiche Programme wie „Kleine Geschichte der Wiener Kaffeehausmusik“, „Glanzlichter Berliner Salonorchester“, „Pariser Salonmusik der Belle Epoque“, „Café Lehár und Co.“, „Neapolitanisches Ständchen“, „Ein Kännchen Klassik zum Kaffee“, „Kintopp-Klänge“, „Tierisch gut!“, „Musik im Orientexpress“, „Dein ist mein ganzes Herz“ (Erinnerungen an den weltberühmten Tenor Richard Tauber), „Mit fremden Federn“, „Schellack-Schätzchen“, „Die wilden Zwanziger“, „Tüchtige Geige (weibl.) gesucht“ und viele andere. Zwei CDs wurden produziert – leider inzwischen ausverkauft –, einige Titel sind aber noch auf der Homepage http://www.kseidel.de/Berg_Salonlowen/berg_salonlowen.html zu hören. Eine besondere Ehre wurde dem Ensemble zuteil, als Traudl Winkler, die Witwe des berühmten Komponisten der Italien-Sehnsucht, Gerhard Winkler, („Capri-Fischer“, „Chiantilied“, „O mia bella Napoli“, „Südliche Nächte“ usw.) für das Programm „Neapolitanisches Ständchen“ Noten aus dem Archiv ihres Mannes zur Verfügung stellte und an der Premiere teilnahm.