Exif_JPEG_422 Düsseldorf. Auch einem notorisch gut gelaunten und positiv denkenden Weinprofi wie mir, schlagen die vielen negativen Nachrichten langsam aufs Gemüt“, sagt Vinzenz Weber, Weinexperte und Veranstalter der WeinDüsseldorfHerbst 2026. Der Weinbau in Deutschland und in vielen anderen Regionen Europas steckt in einer tiefgreifenden strukturellen Krise: Sinkender Weinkonsum, steigende Personalkosten, hohe Energiepreise sowie gestiegene Kosten für Produktionsmittel, u.a. für Diesel, Glas und Kork, schmälern die Gewinne und setzen insbesondere kleine familiengeführte Betriebe massiv unter Druck. Hinzu kommen Überlegungen der Bundesregierung, die Sektsteuer zu erhöhen. Ein Vorhaben, dass überhaupt nicht ins Geschehen passt und den Weinbau noch tiefer in die Krise treiben würde. Denn im Hintergrund vollzieht sich eine Entwicklung mit schwerwiegenden Folgen: die Insolvenz zahlreicher Weinbaubetriebe. Besonders betroffen sind kleinere, wenig bekannte Winzer ohne eigene Absatzkanäle, die Trauben oder Fasswein produzieren und keinen Einfluss auf Preise oder Vermarktung haben. Die Gleichung ist einfach: Viel Wein trifft auf geringere Nachfrage. „Wir erleben keine vorübergehende Konsumflaute, sondern einen fundamentalen Wandel in der Demografie der Bevölkerung“, verlautet es aus der Branche. Der Präsident des Bauernverbandes, Joachim Rukwied, warnt: „Der Weinbau in Deutschland ist in der größten Krise seit Jahrzehnten.“ … „Wir gehen davon aus, dass wir Rebflächen in erheblichem Umfang verlieren werden.“ Thomas Schaurer, Winzer und Gründer der „Zukunftsinitiative Deutscher Weinbau“, führt aus: „Wenn unsere Weinberge verschwinden, verlieren wir nicht nur ein jahrtausendealtes Kulturgut, sondern auch ein Stück Heimat.“ Trotz der zahlreichen Herausforderungen setzen die heimischen Weingüter weiterhin auf Topqualität. Weinexperte Vincenz Weber betont: „Das Selbstbewusstsein unserer Winzer, die in unermüdlicher Aufbauarbeit in den letzten 25 Jahren den deutschen Weinen die Qualität und die historische Bedeutung zurückgebracht haben, ist ungebrochen.“ Davon überzeugen kann sich der weininteressierte Genießer auf der WeinDüsseldorfHerbst 2026 im Hotel Kö59 Düsseldorf. Dort bietet sich ihm eine vortreffliche Gelegenheit, das Angebot zu prüfen und sich zwanglos den edlen Tropfen zu widmen, die dort ausgeschenkt werden. Am Samstag, 7. November, von 11 Uhr bis 19 Uhr und am Sonntag, 8. November, von 12 Uhr bis 18 Uhr können sich die Besucher im exquisiten und eleganten Ambiente des Hotel Kö59 Düsseldorf vom Know-how der Winzer und von der Qualität der präsentierten Weine überzeugen. Vorgestellt werden die Weine des Jahrgangs 2025. Im Vordergrund stehen die roten Burgundersorten für die Bratensaison. Mehr als 900 Weine können auf der WeinDüsseldorfHerbst vor Ort verkostet werden. Jeder Gast erhält am Eingang sein persönliches Verkostungsglas, mit dem er von Stand zu Stand schlendern kann, um entspannt und mit Genuss verschiedene Jahrgänge zu probieren. Freuen darf man sich auf die Verkostung regionaltypischer Weine aus deutschen und internationalen Anbaugebieten freuen. Die Winzer stellen ihre Weine vor, informieren über neueste Entwicklungen und Trends, erläutern die spezifischen Anforderungen der verschiedenen Traubensorten an Boden, Anbau und Klima und berichten über die Herausforderungen, die der Klimawandel mit sich bringt. Alle Teilnehmer sind selbstständige Winzer, die bei der Produktion nicht auf Masse, sondern ausschließlich auf die hohe Qualität und den unverwechselbaren Charakter eines Weins setzen. Ein gutes Drittel der Aussteller sind ausschließlich ökologisch und biologisch produzierende Weinbauern. Neben Wein gibt es ein abwechslungsreiches Angebot mit Tipps und Informationen zu Reisen und Unterkünften in interessante Weinbaugebieten.